Bei dem Referendum am 23. Juni 2016 haben 52 Prozent der Briten für den Brexit gestimmt.
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Brexit - was ist das?

PYR Picto Brexit

Das Wort Brexit steht für "British Exit" und meint den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Das Vereinigte Königreich wird im weiteren Textverlauf als Großbritannien bezeichnet und besteht aus England, Schottland, Wales und Nordirland.

Als harter Brexit wird der Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union, dem europäischen Binnenmarkt und aus der Zollunion bezeichnet, aber auch der Austritt Großbritanniens ohne einen Vertrag mit der EU. Bei einem weichen oder geordneten Brexit würde Großbritannien zwar aus der EU austreten, aber Themen wie Zugang zum europäischen Binnenmarkt, Zollunion oder die Nordirlandfrage wären geregelt.

Reisen

Wichtiges vor Reiseantritt

Brauche ich eine zusätzliche Versicherung? Welche Gebühren könnten auf mich zukommen? Welchen Schutz habe ich, falls auf der Reise Probleme auftreten? Oder ich einen Unfall habe und ins Krankenhaus muss?

 

Diese Fragen sind wichtig. Im Folgenden erklären wir kurz, was Sie beachten müssen, wenn Sie eine Reise nach Großbritannien planen.

Ihre Rechte als Passagier

Finanzdienstleistungen

Britische Anbieter dürfen nicht mehr in der EU operieren, es sei denn, sie haben eine europäische Zweigstelle. Die Europäische Bankenaufsicht hat sie dazu aufgefordert, ihre Kunden darüber zu informieren, ob ihr Vertrag weiterhin aufrecht bleibt, ob und welche Änderungen notwendig sind und ob sich ihr Ansprechpartner ändert.

Sollte Ihnen Ihr Vertragspartner neue AGB zuschicken, lesen Sie sich diese unbedingt aufmerksam durch! Gibt es schlechtere Konditionen als zuvor? Bei Fragen oder im Zweifel, kontaktieren Sie Ihren Dienstleister.

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Onlineshopping

Wenn Sie online etwas bei einem britischen Händler bestellen, sollten Sie die folgenden Punkte bedenken:

 

Haben Sie eine Werbung für das Produkt in Ihrem Land gesehen? Ist die Website in Ihrer Sprache? Ist klar ersichtlich, dass das Angebot an Sie gerichtet ist? Wenn ja, dann profitieren Sie von den europäischen Konsumentenschutzrechten, also einem 14-tägigen Rücktrittsrecht mit Erstattung der Kosten, sowie zwei Jahre gesetzliche Gewährleistung. Weiters sind Sie gegen unfaire Geschäftspraktiken wie irreführende Werbung geschützt.

 

Der britische Händler richtet seine Aktivitäten nicht nach Österreich aus, sondern Sie haben die Website selbständig aufgerufen und diese ist nicht auf Deutsch verfügbar? Wir raten Ihnen, die AGB genauestens zu lesen, um zu prüfen, ob die europäischen oder britischen Schutzbestimmungen für Sie gelten.

Die europäische Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO, wurde auch in Österreich umgesetzt. Wir haben die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst.
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Picto Datenschutz Information

Das Recht auf Information:

Wer personenbezogene Daten speichert, hat die Pflicht, die Betroffenen darüber zu informieren – sowohl, wenn er diese selbst erhebt, als auch, wenn er sie von Dritten erhält. Er muss ihnen mitteilen, wer welche Daten, wo, wie, wann und wieso erhebt und wie lange sie gespeichert werden. Falls Daten von Dritten hinzukommen, müssen auch diese Quellen angegeben werden; ebenso, wenn Daten an Dritte weitergegeben werden.

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Das Recht auf Auskunft:

Jeder EU-Bürger hat Anspruch auf Auskunft darüber, was über ihn gespeichert wird. Binnen eines Monats nach der Antragstellung muss der Datensammler dem Interessierten Zugang dazu gewähren und eine kostenlose Kopie sämtlicher über ihn gesammelten Daten liefern. Die Antragstellung kann schriftlich oder sogar mündlich erfolgen. Wichtig dabei ist nur, dass ein Identitätsnachweis erbracht wird.

Picto Datenschutz Löschen

Das Recht auf Löschung:

Über diesen auch "Recht auf Vergessenwerden" genannten Anspruch wurde schon 2014 im Zuge einer Klage gegen Google vom Europäischen Gerichtshof entschieden. Mit der neuen DSGVO ist er nun europaweit kodifiziert. Damit steht jedem Betroffenen das Recht zu, seine Daten löschen zu lassen. Generell sind Datensammler verpflichtet, selbige zu löschen, wenn sie für den Zweck, für den sie erhoben wurden, nicht mehr notwendig sind – oder unverzüglich, wenn die betroffene Person ihre Einwilligung widerruft.

Picto Datenschutz Korrektur

Das Recht auf Korrektur:

Wenn die über Sie erhobenen Daten falsch sind, haben Sie das Recht, sie berichtigen oder ergänzen zu lassen.

Picto Datenschutz Widerspruch

Das Recht auf Widerspruch:

Sie können der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu Vermarktungszwecken oder aus anderen Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, widersprechen.

Picto Datenschutz Verarbeitung

Das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung:

Sie können von einem Datensammler verlangen, seine Tätigkeit einzuschränken – etwa, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die gesammelten Infos richtig sind. Oder wenn Sie vermuten, dass die Verarbeitung unrechtmäßig ist.

Picto Datenschutz Übergang

Das Recht auf Übertragung:

Auf Ihre Veranlassung muss ein Unternehmen die über Sie gespeicherten Daten an ein anderes übermitteln. Das ist beim Wechsel eines Dienstleisters wie beispielsweise Telefonanbieter, Versicherung oder Onlineshop sehr sinnvoll.

Als Mindestalter für die Abgabe einer rechtwirksamen Einwilligung zur Verarbeitung personenbezogener Daten sieht die neue Verordnung 16 Jahre vor, wobei die einzelnen Mitgliedstaaten niedrigere Altersgrenzen festsetzen können. Österreich sieht in seinem Anpassungsgesetz das vollendete 14. Lebensjahr vor. Teenagern wird dadurch die Anmeldung bei Diensten wie WhatsApp oder Instagram theoretisch erschwert.

Picto Datenschutz Vertragsalter

Auch in Sachen Datensicherheit legt die neue DSGVO genaue Spielregeln fest. Verstöße wie etwa Hacks müssen innerhalb von 72 Stunden gemeldet werden, und zwar sowohl bei der Datenschutzbehörde als auch bei den Personen, deren Daten betroffen sind. Außerdem müssen die Unternehmen bzw. Organisationen dafür sorgen, dass die von ihnen gespeicherten Daten sicher verwahrt sind. Bei Verstößen gegen die genannten Punkte drohen Strafen.

Picto Datenschutz

Österreichische Speziallösung

Der Beschluss zur Umsetzung der DSGVO in Österreich sieht jedoch eine weit mildere Vorgehensweise vor als von der EU geplant: Demnach muss zunächst verwarnt werden, bevor eine Strafe erfolgt. Zudem müssen die Geldbußen verhältnismäßig sein. Schließlich sieht Österreich einige Ausnahmen vor: Für die Wissenschaft, Medien und Behörden gelten gelockerte Bestimmungen.

Die wichtigsten Tipps im Umgang mit Ihren Daten

Schützen Sie Ihren Computer.

Halten Sie Betriebssystem und Programme mit automatischen Updates aktuell, verwenden Sie Virenschutzsoftware und Firewall und verschlüsseln Sie Ihre WLAN-Verbindung.

Geben Sie grundsätzlich nicht zu viel von sich preis.

Was Sie nicht von sich hergeben, kann auch nicht verbreitet werden. Seien Sie zurückhaltend bei Fotos, Videos und Texten in den sozialen Medien. Das Internet vergisst nichts. Einmal veröffentlichte Daten sind nur schwer oder gar nicht mehr zu entfernen.

Persönliche Daten geheim halten.

Wohnadresse, Telefonnummer, Passwörter etc. gehen Fremde nichts an. Wo immer möglich, verwenden Sie einen anonymen Nickname anstelle Ihres richtigen Namens.

Sichere Passwörter verwenden.

Sichere Passwörter bestehen aus einer Kombination aus mindestens acht Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Verwenden Sie unterschiedliche Passwörter für unterschiedliche Benutzerkonten. Diese sollten sich voneinander unterscheiden und keine Verbindung zu Ihrer Person zulassen.

Achten Sie auf Verschlüsselung der Daten.

Eine sichere Verbindung mit einem Server an den Sie Daten übermitteln, erkennen Sie an dem Beginn der Adresszeile mit "https:".

Aufpassen bei E-Mails.

E-Mails mit unbekanntem Absender, Links und Anhänge sind ein Risiko. Bei Verdacht sollten Sie Links nicht anklicken, Anhänge nicht öffnen und Ihren PC mit einer aktuellen Virensoftware scannen.

Vorsicht bei der Nutzung öffentlicher Computer.

Lassen Sie sich bei der Eingabe von Daten nicht von Fremden über die Schulter schauen. Speichern Sie keine Login-Daten und melden Sie sich vom PC immer ab ("Logout").

Es muss nicht immer Google sein.

Die großen Suchmaschinen im Netz, insbesondere Google, fangen Daten Ihrer Suchanfragen ab. Wenn Sie die Datensammelei reduzieren wollen, sollten Sie die Suchmaschine für Ihre Recherchen im Internet regelmäßig wechseln.

Cookies löschen.

Auf den meisten Webseiten hinterlassen Sie Spuren durch sogenannte "Cookies". Diese können Sie über die Browsereinstellungen löschen bzw. können Sie Cookies von Drittanbietern grundsätzlich blockieren.

Festplatten sicher löschen.

Bevor Sie Ihren Rechner verkaufen oder entsorgen, sollten Sie Ihre Daten endgültig löschen, damit diese nicht wiederhergestellt werden können (z.B. mit einem Daten-Shredder). Auch vor dem Verkauf von Smartphones und Tablets sollten persönliche Daten unwiderruflich entfernt werden.

Die Geoblocking-Verordnung gilt EU-weit ab dem 3. Dezember 2018. Sie verbietet die Diskriminierung von Konsumenten aufgrund ihrer Nationalität oder ihres Wohnsitzes bei grenzüberschreitenden Einkäufen – online und offline.

Die Plattform Airbnb muss ihre Geschäftsbedingungen am europäischen Markt ändern, da sie in ihrer jetzigen Form nicht mit den geltenden EU-Vorschriften vereinbar sind.

Mit 1. April 2018 tritt eine neue Verordnung der EU zur „grenzüberschreitenden Portabilität von Online-Inhaltediensten“ in Kraft. Hinter diesem sperrigen Titel versteckt sich die Möglichkeit, kostenpflichtige Abos für Filme, Musik oder Sportübertragungen im Urlaub wie zuhause nutzen zu können.

Sobald ein Paket über die Grenze geschickt werden soll, scheint der Preis unverhältnismäßig zu steigen - unabhängig von der tatsächlichen Entfernung. Das hält viele Europäer davon ab, grenzüberschreitend einzukaufen. Das soll sich jetzt ändern: Die EU hat neue Regeln für Paketdienste verabschiedet.

Veranstaltung des EVZ Österreich

Die Europäische Kommission reformiert die europäischen Regeln der Bahnfahrgastrechte, um Bahnreisende besser vor Verspätungen, Annullierungen oder Diskriminierungen zu schützen.

Facebook, Twitter, YouTube und Microsoft haben sich letztes Jahr mit der EU darauf geeinigt, gemeinsam gegen Hassreden im Internet vorzugehen.

Hotels und Flüge online zu buchen wird immer beliebter. Gleichzeitig erleben Konsumenten immer mehr Probleme mit Reisedienstleistern im Internet. Solche Anbieter zählen inzwischen zu den häufigsten Ursachen für Beschwerden von Konsumenten, wie die Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) berichten.

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