Anschläge in Cote d'Ivoire und Ankara

Am gestrigen Sonntag, 13. März 2016, ereigneten sich in zwei Städten terroristische Attacken. Einerseits in dem Badeort Grand-Bassam an der Elfenbeinküste, andererseits in der türkischen Hauptstadt Ankara. In beiden Fällen handelt es sich um beliebte Destinationen von Touristen. Das Europäische Verbraucherzentrum Österreich (EVZ) hat wichtige Informationen für jene zusammengefasst, die Reisen in die betreffenden Regionen planen.

 

Elfenbeinküste

 

Mehrere bewaffnete Männer eröffneten auf einem Strand das Feuer und überfielen dann mehrere Hotels. Es wurden 14 Zivilisten und zwei Soldaten getötet. Unter den Opfern sind auch vier Europäer, darunter ein Franzose und ein Deutscher, welche in Grand-Bassam Urlaub machten. Zu dem Anschlag bekannte sich Al Kaida im Islamischen Maghreb, eine Untergruppe des Terrornetzwerkes Al Kaida. In den vergangenen Monaten verübte diese Gruppe mehrere Attacken auf touristische Ziele in den Nachbarländern Mali und Burkina Faso, sowie in Tunesien.

 

Für die Elfenbeinküste gilt laut dem österreichischen Außenministerium (BMEIA) eine partielle Reisewarnung für den Norden des Landes, vor allem in der Grenzregion zu Mali. Für den Rest des Landes gilt hohes Sicherheitsrisiko. Zu den aktuellen Ereignissen schreibt das Ministerium folgendes:

 

"Bei einem Überfall schwer bewaffneter Angreifer auf 3 Hotels im Küstenort Grand-Bassam, ca 40 km von Abidjan entfernt, wurden mehrere Personen getötet und verletzt.

Es wird zu besonders umsichtigem Verhalten und größter Vorsicht geraten. Menschenansammlungen und größere Kundgebungen sind zu meiden. Aktuelle Informationen der lokalen Medien sollten aufmerksam verfolgt und mit den Reiseveranstaltern vor Ort ständig Kontakt gehalten werden. Auf absehbare Zeit ist es ratsam Lokalitäten zu meiden, die häufig von Ausländern frequentiert werden."

 

Das EVZ Österreich hat eine Sammlung an Links zu seriösen Medienberichten erstellt. Wichtig ist jedoch, die aktuelle Berichterstattung zu verfolgen und sich neue Artikel zu sichern. Diese sind eine gute Argumentationsgrundlage gegenüber der Fluglinie, dem Hotel oder Reiseveranstalter.

 

Türkei

 

In der Hauptstadt Ankara wurden durch eine heftige Explosion in der Nähe des belebten Kizilay-Platzes mindestens 34 Menschen getötet. Die Informationslage ist aufgrund einer Nachrichtensperre in der Türkei nicht so ausführlich wie zu der Attacke in Cote d'Ivoire. Die Explosion soll von zwei Selbstmordattentätern ausgelöst worden sein, die bei einer Busstation eine Autobombe gezündet haben sollen. Es ist der zweite Anschlag innerhalb von vier Wochen in demselben Stadtteil Ankaras. Bisher ist unklar, wer für den Anschlag verantwortlich ist.

 

Das österreichische Außenministerium (BMEIA) hat folgende aktuelle Hinweise veröffentlicht:

 

"Am 13.3. d.J. erfolgte ein Bombenanschlag auf eine Bushaltestelle in Ankara mit mehreren Toten und Verletzten.

Aufgrund der sich zuletzt häufenden Anschläge (unter anderem auch in Ankara und Istanbul) wird empfohlen Menschenansammlungen zu meiden. Den Anweisungen der türkischen Behörden und Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten."

 

Urlauber sollten die Informationen auf der Seite des Ministeriums sehr genau lesen. Unter dem Punkt "Sicherheit & Kriminalität" ist genau aufgeschlüsselt, für welche Regionen welche Sicherheitsstufe gilt. In manchen Landesteilen gilt hohes, in anderen erhöhtes Sicherheitsrisiko.

 

Auch hier gilt es, die aktuelle Berichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Das EVZ Österreich empfiehlt unter anderem folgende Artikel:

 

Tipps & Hilfe

 

Das EVZ Österreich bietet kostenlose Beratung zum Thema "Gefahr am Urlaubsort" an, unter der Hotline 01/ 588 77 63 sowie der E-Mail-Adresse reisen@europakonsument.at.

 

Außerdem sind in den folgenden Artikeln auf der Website alle wichtigen Informationen und rechtlichen Grundlagen erklärt: