USA ändern Einreisebestimmungen

Als Reaktion auf die Anschläge in Paris haben die USA neue Bestimmungen zur Einreise verabschiedet. Im Vordergrund steht das so genannte "Visa-Waiver"-Programm, an dem 23 EU-Mitgliedsstaaten und 15 weitere Länder teilnehmen, welche in enger Verbindung zu den USA stehen. Auch Österreich ist dabei.

 

Bürger der Teilnehmerländer benötigten bisher kein Visum für einen maximal 90-tägigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten. Zur Einreise war lediglich eine elektronische Einreiseerlaubnis (ESTA) notwendig. Für die Mehrzahl der Reisenden werden diese Regelungen auch weiterhin gelten. Der Fragenkatalog zur ESTA wurde um Fragen zu früheren Auslandsaufenthalten der Antragsteller ergänzt. Personen, die in den letzten fünf Jahren nach Syrien, in den Irak, Iran oder Sudan gereist sind, müssen zukünftig ein Visum beantragen.

 

Eine weitere Voraussetzung für die Einreise ohne Visum soll ein fälschungssicherer Pass mit biometrischen Informationen sein. In Österreich wurden seit Mitte 2009 alle neuen Reisepässe mit einem Scan eines Fingerabdrucks versehen. Bisher gibt es keine Informationen, ob Reisende mit älteren Pässen mit Schwierigkeiten rechnen sollten.

 

Hintergrund: Die US-Regierung will verhindern, dass EU-Bürger, die in eines der oben genannten Länder reisen, um in Kontakt zu einer terroristischen Organisation (z.B. dem Islamischen Staat IS) zu treten bzw. ein entsprechendes Training zu machen, ohne Visum und eingehende Prüfung in die USA einreisen können. Diese Beschreibung trifft auch auf jene Personen zu, welche die Anschläge in Paris verübten.

 

Das EVZ Österreich rät allen Konsumenten, die eine Reise in die USA planen, sich vorab bei der US-Botschaft oder dem österreichischen Außenministerium zu erkundigen, welche Dokumente sie benötigen und ob sie ein Visum beantragen müssen.

 

Der Artikel "Krisen, Kriege, Terrorismus" auf europakonsument.at bietet weitere Informationen zum Thema.