Kroatien in der EU

EVZ-Netzwerk in allen Mitgliedstaaten

 

Die Europäische Kommission hat das Europäische Verbraucherzentrum Österreich als Mentor für das neu gegründete Europäische Verbraucherzentrum in Kroatien bestellt.

 

Das von der Europäischen Kommission unterstützte Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren wird damit künftig 30 Zentren umfassen (in den 28 Mitgliedstaaten sowie Island und Norwegen).

 

Rechtzeitig zur Urlaubssaison wird es uns also möglich sein, Konsumentenbeschwerden in Bezug auf ein Unternehmen in Kroatien zu bearbeiten oder umgekehrt, Beschwerden von Konsumenten aus Kroatien gegen ein Unternehmen mit Sitz in Österreich entgegenzunehmen.

 

Kupnja i prodaja na internetu

 

Der Beitritt Kroatiens wurde auch zum Anlass genommen, einen Flyer aus der beliebten Broschüren-Serie des Europäischen Verbraucherzentrums Österreich ins Kroatische zu übersetzen.

 

„Kupnja i prodaja na internetu“ (Kaufen und Verkaufen im Internet) lautet der Titel des Flyers, in dem die wichtigsten Tipps rund um das Kaufen und Verkaufen im Internet gegeben werden.

 

Der Flyer ist in Kroatisch und Deutsch downloadbar oder direkt erhältlich in den Räumlichkeiten des Europäischen Verbraucherzentrums, Mariahilfer Straße 81, 1060 Wien.

 

Nützliche Fakten zum EU-Beitritt Kroatiens

  • Reisen: Die EU-Einreiseregelungen bleiben, der Führerschein muss erst 2033 an das EU- Format angepasst sein. 
  • Roaming: Die günstigen Roaming-Tarife kommen nun auch in Kroatien zur Anwendung. Fragen Sie diesbezüglich bei Ihrem Mobilfunkanbiete nach.
  • Keine Schengenzone: Kroatien wird weiterhin nicht der Schengenzone angehören, also werden auch die sommerlichen Reisestaus an den Grenzen bleiben.
  • Euro: Der Euro ist zur Zeit kein Thema. Kroatien erfüllt die Kriterien nicht.

Ressort: Verbraucherschutz

 

Jedes der 28 EU-Länder darf einen Kommissar nach Brüssel schicken.

 

Kroatien wird durch den bisherigen stellvertretenden Regierungschef Neven Mimica (59) in der EU-Kommission vertreten sein.


Mimica wird nun dann das Ressort für Verbraucherschutz leiten. Bisher ist dieser Bereich Teil der Zuständigkeit des maltesischen Gesundheits-Kommissars Tonio Borg.


Mimica war bis zum EU-Beitritt Kroatiens in der kroatischen Regierung auch für die Außenbeziehungen und für die europäische Integration Kroatiens zuständig. Er hat an der Universität Zagreb 1976 ein Studium des Außenhandels und 1987 ein Studium der Wirtschaftswissenschaften abgeschlossen.


EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bezeichnete Mimica als "erfahrenen, engagierten Europäer".