Betrügerische E-Mails im Umlauf

Das Europäische Verbraucherzentrum Österreich gibt Tipps über die richtige Vorgehensweise.

 

Auf die Absenderadresse achten

 

Auffällig bei dieser Art von E-Mails ist, dass kein E-Mail identisch ist. Wichtige Details, wie z.B. die Firma, der Preis, die Zahlungsmethode sind immer unterschiedlich.

 

In der Absenderadresse des E-Mails findet sich nicht der Name der Firma, bei der man laut Text des E-Mails angeblich etwas bestellt hat.

 

Bei der angeblich offenen Rechnung bei Neckermann.de lautet der Absender des E-Mails also nicht z.B. „…@neckermann.de“, sondern „…@web.de“.

 

Anhang dieser vermeintlichen Mahnungen ist immer eine zip-Datei, in der sich angeblich Details zur Forderung befinden sollen. Tatsächlich ist dort Schadsoftware installiert, die Ihren PC angreifen könnte.

 

Hier finden Sie als Beispiel ein E-Mail, das eine vermeintliche Warenbestellungen betrifft:

 

Beispiel: "Forderungseinzug nicht machbar"

 

Subject: Abmahnung Ihrer Bestellung Nr. 21384483044
Date: Mon, 21 Jan 2013 02:43:23 +0000

 

Guten Tag lieber Kunde/Kundin,

 

unglücklicherweise war der Forderungseinzug durch Lastschrift von Ihren mitgeteilten Kontodetails nicht machbar oder es wurde eine Rückbuchung veranlaßt, für die Unkosten von 44,63 EUR berechnet sind. Wir geben Ihnen Möglichkeit die Summe inklusive der Unkosten für die Rückbuchung bis zum 28.01.2013 an uns zu überweisen. Sonst sehen wir uns gezwungen, ein Betreibungsverfahren in die Wege zu leiten.

 

Die Bestellnummer: 2728354505942 bei Schlecker AG 523,71 Euro

 

Bestellauflistung und Stornierungs- Möglichkeiten finden Sie in beigefügtem Anhang.

 

Zahlungsmethode: Per Nachname


Bitte ersparen Sie sich weitere Unannehmlichkeiten und Kosten und begleichen Sie sofort die beiliegende Rechnung.

 

Mit verbindlichen Grüßen

 

LudwigOnline GmbH
Deutschland Alfeld
John Schäfer

 

Tipps des Europäischen Verbraucherzentrums

  • Ignorieren Sie diese E-Mails und öffnen Sie keinesfalls die anhängte zip-Datei. Es könnten darin Viren oder Trojaner stecken.
  • Löschen Sie verdächtige E-Mails von unbekannten Absendern ungelesen. Es sind bereits Fälle bekannt, in denen Hacker über eigene Programme, die sich nach Öffnen der E-Mail am PC einnisten, Zugriff zu den Daten am betroffenen PC erhalten haben.
  • Vorsicht bei Links in E-Mails! Achten Sie genau auf die Absenderadresse!
  • Foren: In diversen Internetforen wird bereits berichtet, dass diese E-Mails unter Spam-Verdacht stehen.
  • Telefonnummer: Die angegebenen Telefonnummern der Firmen existieren gar nicht.
  • Kontollieren Sie sicherheitshalber regelmäßig Ihre Kontoauszüge.
  • Rechtschreib- und Grammatikfehler im E-Mail-Text könnten ein Hinweis auf dubiose Absender sein.