Vulkanausbruch auf Bali

Update, 29.11.2017:

Der internationale Flughafen auf Bali hat heute seinen Betrieb wieder aufgenommen. Ein Zyklon hatte Asche vom Vulkan in Richtung des Flughafens gebracht, wodurch sich die Inbetriebnahme um einen Tag verzögerte.

 

Indonesien kommt indes nicht zur Ruhe: Der Zyklon "Cempaka" sorgte für heftigen Regen und in weiterer Folge für Erdrutsche und Überschwemmungen. Auf der Insel Java kamen bereits elf Menschen ums Leben. Nähere Infos finden Sie unter anderem auf news.orf.at.

 

27.11.2017:

 

Der Vulkan Mount Agung auf Bali ist ausgebrochen.

 

Tausende Bewohner aus der Umgebung des Vulkans wurden evakuiert und in Notunterkünfte gebracht. Der Flughafen der indonesischen Insel ist gesperrt, wodurch auch zahlreiche Touristen festsitzen. Experten befürchten, dass ein größerer Ausbruch noch bevorsteht, da die Aschewolken teils von "explosiven Eruptionen" und "Drohngeräuschen" begleitet würden.

 

Bereits seit September haben Behörden davor gewarnt, dass der Mount Agung ausbrechen könnte (wir haben berichtet). Das österreichische Außenministerium (BMEIA) informiert auf seiner Website über die aktuelle Situation:

  • "Die indonesische Katastrophenschutzbehörde hat die höchste Gefährdungsstufe 4 ausgerufen. Der Flughafen Denpasar bleibt zunächst bis zum 28.11.2017, 07:00 Uhr Ortszeit geschlossen. Abhängig von der Wanderung der Aschewolke muss jedoch mit weiteren Sperrungen von Flughäfen bzw. Flugstreichungen gerechnet werden."

Weiters schreibt das BMEIA: 

  • "Eine unmittelbare Gefahr besteht nur in der – evakuierten - Sicherheitszone (12 km rund um den Vulkan), nicht aber in den meist ca. 70 km entfernten Urlaubsorten wie Kuta, Seminyak und Nusa Dua. Je nach Windrichtung und Stärke des Ausbruchs ist ein Niederschlag von Vulkanasche auch in den Touristengebieten möglich. Dieser stellt per se keine direkte Gefahr für den Menschen dar, kann aber zu Augenirritationen führen oder bestehende Atemwegserkrankungen (Asthma) verschlimmern."

Urlauber vor Ort

 

Urlaubern vor Ort wird geraten, anstrengende Aktivitäten im Freien auf ein notwendiges Mindestmaß zu reduzieren. Der Flughafen soll vorerst bis 28.11.2017, 7 Uhr Ortszeit, gesperrt sein. Melden Sie sich direkt bei Ihrem Reiseveranstalter bzw. bei der Fluglinie, um zu erfahren, ob Ihr Rückflug stattfinden kann. Weiters wurde am Flughafen ein Helpdesk für europäische Reisende eingerichtet. Wir empfehlen, die Informationen des BMEIA genau durchzulesen, da auch viele wichtige Kontaktdaten für auf Bali gestrandete Reisende aufgelistet sind!

 

Tipps für Konsumenten, die eine Reise nach Bali vorhaben

 

Auch Konsumenten, die in naher Zukunft eine Reise nach Bali geplant haben, sollten sich bei Ihrem Reiseveranstalter melden. Falls Ihre Reise durchführbar wäre, Sie diese aber nicht antreten wollen, erkundigen Sie sich, ob ein kostenloser Rücktritt (Achtung: Das ist keine Stornierung!) oder die Umbuchung auf einen späteren Zeitpunkt möglich ist. Hier kommt es vielleicht auf den Zeitpunkt der Buchung an - wenn Sie damals bereits wussten, dass ein Ausbruch des Vulkans möglich ist, haben Sie dieses Risiko bei der Buchung in Kauf genommen. Eine Einigung hängt vermutlich von der Kulanz des Reiseveranstalters ab.

 

Individualreisende müssen ihre entsprechenden Vertragspartner (Fluglinie, Hotel, gegebenenfalls Mietwagen-Anbieter etc.) gesondert kontaktieren.

 

Verfolgen Sie die aktuelle Medienberichterstattung und speichern Sie seriöse Artikel ab. Diese können für Ihre Argumentation nützlich sein.

 

Ausführliche und hilfreiche Informationen zu Ihren Rechten bei solchen Ereignissen finden Sie in unserer Rubrik "Gefahr am Urlaubsort".