Feuerwerk zu Silvester

Der Rutsch in ein neues Jahr ist selten leise. Auch 2017 wird wieder vor der lautstarken Kulisse eines bunt leuchtenden Nachthimmels eingeläutet werden. Zu Silvester Feuerwerkskörper zu zünden ist Tradition und übt nach wie vor eine große Faszination auf Groß und Klein aus. Doch die zahlreichen Risiken spiegeln sich leider allzu sehr in den Statistiken wider, die man dann prompt am Neujahrstag zu lesen bekommt: Wieder zahlreiche Unfälle, Feuerwehr und Rettung die ganze Nacht im Dauereinsatz…

 

Damit Sie und Ihre Lieben nicht Teil einer solchen Statistik werden, haben das Europäische Verbraucherzentrum Österreich (EVZ) und der Verein für Konsumenteninformation (VKI) die wichtigsten Tipps und Informationen rund um das Thema Feuerwerk für Sie zusammengefasst.

 

Worauf beim Kauf zu achten ist

 

Achten Sie darauf, dass die Feuerwerkskörper eine CE-Kennzeichnung haben. Nur dann entsprechen sie den europäischen Sicherheitsstandards. Dadurch können sie auch kontrollieren, ob sie ein geprüftes Produkt kaufen oder ein minderwertig produziertes und damit potentiell gefährliches.

 

Es ist ratsam, eher auf Feuerwerkskörper aus europäischer Produktion zurückzugreifen. Meist kann man davon ausgehen, dass die Sicherheitsstandards sowohl für das Endprodukt, als auch bezogen auf die Produktionsbedingungen höher sind. Wie der VKI in einem Artikel berichtet, werden in Indien und China nach wie vor oft Kinder zur Herstellung von pyrotechnischen Gegenständen beschäftigt.
 

Anhand der Registriernummer können Sie erkennen, um welche Kategorie von Feuerwerk es sich handelt. Die Ziffern an fünfter und sechster Stelle der Nummer geben diese an (xxxx – yy – zz). Feuerwerkskörper werden in vier Kategorien eingestuft, je nach Gefahrenpotential und Lärmpegel. Für jede gelten andere Bestimmungen darüber, welche Personen (Alter, Ausbildung) und an welchem Ort (geschlossener Raum, im Freien, in unbebautem Gebiet etc.) damit hantieren dürfen. Eine Aufstellung finden Sie in diesem Informationsblatt des Bundesfeuerwehrverbandes.

 

Die österreichische Post transportiert keine pyrotechnischen Gegenstände. Dafür sind speziell gesicherte Fahrzeuge notwendig. Sollten Sie Ihr Feuerwerk online bestellen, achten Sie darauf, wie der Versand geregelt ist. Bei Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern können außerdem Zollgebühren anfallen. Das EVZ rät dazu, Feuerwerkskörper im Fachhandel zu kaufen und sich von ausgebildeten Verkäufern beraten zu lassen.

 

Wo darf gefeuert werden?

 

Grundsätzlich ist es verboten, im Ortsgebiet Feuerwerk zu schießen, es sei denn man hat eine besondere Genehmigung des Bürgermeisters.

 

Auch in der unmittelbaren Umgebung von Kirchen, Gotteshäusern, Krankenanstalten sowie Kinder-, Alters- und Erholungsheimen, Tierheimen und Tiergärten darf man keine Feuerwerkskörper zünden. Der gesunde Hausverstand, aber eben auch das Gesetz, verbietet weiters Feuerwerk in der Nähe von leicht entzündlichen bzw. explosionsgefährdeten Gegenständen, Anlagen und Orten, wie zum Beispiel Tankstellen, und Menschenansammlungen oder Sportveranstaltungen.

 

Rücksichtsvoller Umgang

 

Neben den gesetzlichen Bestimmungen, sollten auch die Bedürfnisse anderer berücksichtigt werden. Prüfen Sie Ihre Umgebung, bevor Sie mit dem Feuerwerk beginnen. Befinden sich Kinder oder ängstliche Menschen in der Nähe? Halten Sie einen großzügigen Sicherheitsabstand ein und warnen Sie umstehende Personen, bevor Sie zünden. Erklären Sie Kindern und unerfahrenen Zusehern, welche Sicherheitsregeln es einzuhalten gilt. Halten Sie stets einen Kübel Wasser oder einen Feuerlöscher bereit.

 

Gibt es vielleicht Tiere, auf die Sie achten sollten? Die Silvesternacht ist für Hunde und andere Haustiere mitunter sehr belastend, da sie durch den Krach des Feuerwerks verängstigt werden.

 

Weitere wichtige Informationen, zur Handhabung von Feuerwerkskörpern und Versicherungsfragen im Schadensfall, finden Sie in diesem Artikel des VKI.