Coronavirus in China

Die Epidemie des neuartigen Coronavirus mit der Bezeichnung 2019-nCoV ist aktuell in allen Medien. Meldungen darüber werden demnächst auch nicht abnehmen, denn chinesische Gesundheitsexperten schätzen den Höhepunkt der Epidemie erst gegen Mitte des Monats ein.

 

In Labors wurden bisher etwa 20.000 Infektionen bestätigt.  Mit heutigem Wissensstand (4.2.2020) kamen davon hauptsächlich in der Region um Wuhan über 400 Personen ums Leben, etwa 700 sind genesen. Die betroffene Provinz Hubei mit ihren etwa 50 Millionen Einwohnern ist nur stark eingeschränkt zugänglich. Die europäische Seuchenpräventionsstelle ECDC  aktualisiert ihren täglichen Corona Bulletin mit dem aktuellsten Stand der Dinge.

 

Am 31.01.2020 hat der Sonderausschuss der Weltgesundheitsorganisation den „Gesundheitsnotfall internationaler Tragweite“ ausgerufen. Darin empfiehlt die WHO Staaten bei Informationsaustausch, Forschung sowie der Eindämmung des Virus zusammenzuarbeiten.

 

Von Reise- oder Handelseinschränkungen ist darin allerdings nicht die Rede, es soll mit Bedacht vorgegangen werden. Diese Ausrufung des „Public Health Event of International Concern“ betrifft Österreich kaum, da die darin vorgeschlagenen Maßnahmen bereits umgesetzt werden.

 

Das österreichische Außenministerium hat Sicherheitswarnungen der Stufe 4 für die Region China und der Stufe 5 für die Provinz Hubei mit seiner elf Millionen Metropole Wuhan erlassen. (Stand 4.2.2020)  Das bedeutet, dass man von nicht dringenden Reisen nach China absehen sollte.

 

Falls Sie sich bereits in der Provinz Hubei aufhalten, ist dringend die österreichische Vertretung zu kontaktieren, unlängst wurden einige Österreicher ausgeflogen. Verhaltensempfehlungen während des Aufenthaltes in China finden Sie auf der Seite des Gesundheitsministeriums.

 

Die Coronavirus Hotline des Ministeriums unter 0800 555 621 beantwortet Fragen von
Montag bis Freitag von 09:00 bis 17:00 Uhr.

 

Reisebeschränkungen

 

Diverse Fluglinien wie Austrian Airlines, British Airways, Brussels Airlines, SAS, SWISS, Lufthansa und eine Reihe außereuropäischer Fluglinien haben einen Flugstopp nach China beschlossen. Star Alliance Flüge nach Peking und Shanghai, die ursprünglich bis 9.Februar unterbrochen werden sollten, werden nun bis Ende Febuar stillgelegt. Zudem ist geplant Nebendestinationen wie Nanjing, Shenyang und Qingdao bis Ende März nicht anzufliegen.

 

Passagiere mit gebuchten Tickets können kostenfrei auf spätere Flüge umbuchen oder Kostenerstattung bekommen. Für später gebuchte Flüge nach China, die bis zum 31.März stattfinden sollen, kann bei der AUA ebenso gratis umgebucht werden. Allerdings muss in so einem Fall der Ersatzflug bis September 2020 erfolgen.

 

Für Flüge nach Hong Kong gelten individuelle Bestimmungen, momentan finden Flüge statt. Mit Verzögerungen und Gesundheitskontrollen und einem gewissen Risiko von Quarantäne muss gerechnet werden.

 

Bitte beachten Sie, dass gegenwärtig Einreiseverbote aus China in Länder wie die USA, Australien, Japan, Italien, Griechenland, Tschechien, Taiwan oder Singapur in Kraft sind!

 

Auswirkungen auf Pauschalreisen

 

Für Auswirkungen der Corona Epidemie auf bevorstehende oder bereits stattfindende Pauschalreisen nach China und auf Rücktrittsrechte und Erstattungen bei ausgefallenen Leistungen sei auf den Artikel der Rechtsabteilung des VKI verwiesen.

 

Wie erwähnt hat das Außenministerium eine Sicherheitswarnung der Stufen 4 für ganz China und 5 für die am meisten betroffene Provinz Hubei ausgegeben. Eine klare Reisewarnung des Außenministeriums (Stufe 6) würde Kunden einen kostenfreien Rücktritt garantieren, so weit ist es momentan noch nicht.

So eine Reisewarnung muss aber nicht zwingend vorliegen, wenn die konkreten Umstände des Einzelfalls für den kostenfreien Rücktritt sprechen.

 

Solche Umstände sind zum Beispielt dann gegeben, wenn sich seriöse Medienberichte über die Gefahr am Ort decken und durchschnittliche Reisende von der Reise Abstand nehmen würden. Relevant ist natürlich auch wie nah die Destination oder gebuchte Ausflüge  am Brennpunkt Wuhan liegen und wann die Reise stattfinden soll.

Aufgrund der Flugstopps vieler Airlines, der Einschränkungen bei touristischen Angeboten innerhalb Chinas und der zunehmenden Einreiseverbote aus China in andere Länder, ist es wahrscheinlich, dass Reiseveranstalter einen Rücktritt von sich aus anbieten. Kunden sollten auf jeden Fall so früh wie möglich mit ihrem Reiseveranstalter Kontakt aufnehmen.

 

Für weitere Details lesen Sie bitte unseren Artikel Rücktritt wegen Gefahr am Urlaubsort.

 

Weiterführende Informationen:

 

Pauschalreisen und Coronavirus

 

Sicherheitswarnungen Außenministerium

 

Verhaltensempfehlungen Gesundheitsministerium

 

ECDC Corona Bulletin (EN)

 

ECDC Verbreitungsgrad (EN)

 

Verhaltenshinweise der WHO (EN)

 

Verbreitungsgrad grafisch (EN)

 

Flugstopp AUA

 

Visastopp Schengenraum (EN)

 

 

Printer-friendly versionPrinter-friendly version