DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.

Zum Inhalt

Display am Flughafen mit Zeilen "Last Call"  und "Gate Closing"
Wenn es am Flughafen knapp wird Bild: mtang / Shutterstock

EuGH: Um mehr als eine Stunde vorverlegter Flug gilt als annulliert

Wenn ein Flug um mehr als eine Stunde vorverlegt wird, gilt er als annulliert. Die Vorverlegung durch die Airline könne nämlich für die Fluggäste zu schwerwiegenden Unannehmlichkeiten führen, urteilte der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Dienstag in Luxemburg. Passagiere hätten also Anspruch auf die in der Fluggastrechteverordnung vorgesehene Ausgleichszahlung von bis zu 600 Euro. (Az. C.146/20 u.a.) Es ging um mehrere Klagen, unter anderem gegen AUA und Laudamotion.

Eine Reihe an Klarstellungen zu mehreren Rechtsstreitigkeiten zwischen Fluggästen sowie den Unternehmen Airhelp und flightright auf der einen Seite und den Fluggesellschaften Azurair, Corendon Airlines, Eurowings, Austrian Airlines und Laudamotion auf der anderen Seite wurden durch den Europäischen Gerichtshof getroffen. Passagieren stehen bei Annullierung oder Verspätung 250, 400 oder 600 Euro je nach Flugdistanz zu. Auch ein vorverlegter Flug kann als annulliert gelten, so der EuGH.

Der EuGH entschied auch, dass ein Fluggast selbst dann Ansprüche gegen eine Airline haben kann, wenn das von ihm beauftragte Touristikunternehmen den Flug gar nicht gebucht habe. Wenn der Reiseveranstalter dem Fluggast nämlich einen Beleg über den Flug ausgestellt habe, gelte dieser Beleg als bestätigte Buchung. Vom Passagier könne nicht verlangt werden, dass er sich Informationen über die Beziehungen zwischen dem Reiseunternehmen und dem Luftfahrtunternehmen beschaffe, erklärte der EuGH. Die Airline könne ihrerseits Regressforderungen an den Reiseveranstalter stellen.

In den konkreten Fällen müssen die Gerichte, die dem EuGH die Fragen zum EU-Recht vorgelegt hatten - das Landgericht Düsseldorf und das Landesgericht Korneuburg in Niederösterreich - über die Klagen entscheiden.

Luxemburg (Meldung APA/AFP)

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail

Das könnte auch interessant sein:

Viele in einer Warteschlange geparkte Passagierflugzeuge auf einer Runway

Werden sich Flugpassagierrechte bald ändern?

Ein Neuer Anlauf für überarbeitete Passagierrechte im Flugverkehr ist da. Die Initiative könnte zur Ablösung der alten Fluggastrechteverordnung vor allem im Bereich Verspätungen und Flugabsagen führen. Flugreisende in der EU künftig also mehr Rechte bekommen - in bestimmten Fällen aber auch weniger.

Großer Menschenandrang bei Sicherheitskontrolle am Flughafen

Flugstreichungen im Sommerflugplan 2022

Flugverspätungen, Warteschlangen, abgesagt Flüge, verunsicherte Reisenden. Personalmangel bei Airlines und beim Bodenpersonal führt zu Chaos auf den Flughäfen. Knapp vor der Urlaubssaison 2022 werden hunderte Flüge gestrichen.

Menschen bei Check In Schalter am Flughafen

Pay-as-you-check-in oder doch nur Flex?

Reisen komplett per Vorauskasse zu bezahlen kommt uns bei Flügen, Pauschalreisen und anderen Arten von Reiseleistung aus Gewohnheit völlig normal vor. Eigentlich finanzieren Kunden so die Reisebranche mit zinsfreien Krediten bis zum Reisezeitpunkt. Wenn es Schwierigkeiten gibt (zB Pandemie) führt das bei der Masse an Rückforderungen zu großen Problemen. Es werden Stimmen laut das System Vorauskasse zu kippen.

Buch mit Aufschrift European Court of Justice und Gerichtshammer

Streik: Fluglinie muss rückerstatten sagt EuGH

Eine Entscheidung des EuGH hat die Fluggastrechte abermals klar gestärkt. Wenn ein Flug wegen eines angekündigten Streiks der Airline-Mitarbeiter gestrichen wird oder deutlich verspätet ist, können  Passagiere ein Recht auf Entschädigung haben.

Sozialministerium
VKI
EU
ECC
Zum Seitenanfang