Zum Inhalt

Erfolg gegen Jollydays

Gültigkeitsdauer von Gutscheinen

Gutscheine sind ein beliebtes Geschenk. Allzu oft passiert es aber, dass sie jahrelang in irgendeiner Schublade verschwinden. Wenn man sie dann endlich einlösen will, bekommt man oft eine negative Antwort: Der Gutschein sei nicht mehr gültig und könne nicht mehr eingelöst werden.

Klage des VKI

Der österreichische Anbieter Jollydays befristete seine Gutscheine bisher auf drei Jahre. Viele Konsumenten beschwerten sich beim VKI über diese Praxis. Unsere Rechtsabteilung prüfte die entsprechenden Klauseln in den Geschäftsbedingungen und beschloss, dagegen vorzugehen. Im Auftrag des Sozialministeriums wurde Klage gegen die Jollydays GmbH eingereicht.

Das OLG Wien hat dem VKI jetzt in allen Punkten Recht gegeben. Die Verkürzung der Gültigkeitsdauer auf nur drei Jahre - statt den gesetzlich vorgegebenen 30 Jahren - sei gröblich benachteiligend für Konsumenten und daher nicht zulässig. Das Urteil ist rechtskräftig.

Obgleich das Urteil bemerkenswert ist, hat es keine pauschale Wirkung für sämtliche Gutscheinanbieter. Es hängt vom Einzelfall ab, ob die Befristung eines konkreten Gutscheins zulässig ist. In manchen Fällen kann eine kürzere Gültigkeitsdauer gerechtfertigt sein. Es ist also nicht so, dass jeder Gutschein mit Sicherheit 30 Jahre lang eingelöst werden kann.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website der Rechtsabteilung.

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail

Das könnte auch interessant sein:

Screenshot der Webseite Alixepress vom 17.01.2023

Nichtlieferung wegen neuer Verpackungsverordnung

Seit Neujahr müssen Importeure und Firmen ohne Sitz in Österreich einen heimischen Bevollmächtigten für Verpackungsmaterialien ernennen, sonst droht Strafe. Viele Onlinehändler möchten diesen Mehraufwand nicht stemmen. Deshalb ist in Webshops vermehrt zu beobachten, dass Lieferung nach Österreich derzeit ausgeschlossen ist.

Schwarzes Werbeposter mit gelber Aufschrift Black Friday in einem Schaufenster

Black Friday: Hype und Fakten

Ende November ist Black Friday, der bekannteste Aktionstag des Handels im Jahr. Doch Schnäppchenjäger sollten vorsichtig sein. Den Händlern geht es vor allem darum, Umsatz anzukurbeln und die Warenlager zu leeren. Ob sich die bombastisch beworbene Ersparnis wirklich einstellt, ist oft fraglich.

Grafik eines Auges, stilisiert mit endlosen Abfolgen aus Zahlenreihen aus 0 und 1

Gegen invasive Werbung & Tracking

Kommerzielle Überwachung ist bereits Alltagsrealität. Alles, was wir als Kunden tun wird von Unternehmen in Datenbanken eingespeist. Daraus wird zielgerichtete Werbung an uns geschickt. Die BEUC versucht diesem Trend entgegenzuwirken.

Gestapelte Kartons und ein dreidimensionales Verneinungssymbol

Warnung: Eikora.de - Weiterhin keine Rückerstattungen

Wir warnten bereits vor dem Onlinehändler Eikora, da bezahlte Ware wiederholt nicht geliefert und gerechtfertigten Rücktritten vom Vertrag nicht nachgekommen war. Mit der Geschäftsführung von Eikora wurde daraufhin vereinbart, dass die vom EVZ betreuten Beschwerdefälle gelöst werden. Dies ist nicht geschehen, wir erneuern daher die Warnung.

Grafik eines Smartphones das zugleich eine Mausefalle ist

Unerwünschte Abos bei Watch-It

Streaming Abo irrtümlich abgeschlossen? In - App Werbung zeigt oft keine Rücktrittsbelehrung an und nur rudimentär, dass es sich um ein bezahlpflichtiges Abo handelt. Dies führt zu vielen Abos mit nur einem Klick oder Touch am Smartphone.

Sozialministerium
VKI
EU
ECC
Zum Seitenanfang